Mit der Einweihung der Sporthalle am Hildenbrandseck im Mai 1984 holte Jürgen Trapp den Badmintonsport nach Gimmeldingen.

Bis dahin machte er sich gemeinsam mit seinen Sportkameraden Werner Deck, Kurt E. Groß und Udo Dörr mit dieser Sportart unter freiem Himmel, in Meckenheim, vertraut. Die Linien des Feldes markierten sie mit Bändern, als Netz diente zunächst eine einfache Schnur. Natürlich blieben Diskussionen ob der Fluglinie des Balles nicht aus. So kam es, dass sie sich vom Bauern des angrenzenden Grundstückes die ausgedienten Erdbeernetze ausliehen. Damals spielte man auch nicht mit den zarten Naturfederbällen, sondern mit den einfachsten Kunststoffbällen. Aber selbst die konnten den Windverhältnissen in freier Natur nicht standhalten, weshalb des öfteren eine „Windpause“ zum Erholen notwendig war.


Sobald die Sporthalle am Hildenbrandseck fertiggestellt war, war es Zeit diesen Sport etwas profihafter anzugehen. Der kleinere Teil der Sporthalle reichte aus, um ein Badmintonfeld mit Klebebändern aufzukleben. Rund 90 m Klebeband benötigte man für ein Feld. Vor dem Training aufkleben und nach dem Training die Bänder wieder abziehen! So hatte man Aufwärm- und Auslauftraining in einer Übung!

Zu diesen vier Herren gesellten sich in den folgenden Jahren immer neue Anhänger dieses Sportes.

Die Gymnastikgruppe tauschte mit uns die Hallenbereiche. Mit Schlagschnur und noch mehr Klebeband ausgerüstet konnten wir nun mehrere Felder markieren und ........... wieder entfernen.

Klar, dass man da ordentlich Durst bekam. Diesen zu löschen war in Gimmeldingen nicht ganz so einfach:

Trainingsende 22.30 Uhr - Gaststätte an der Halle Mittwochs Ruhetag - Sportheim im Tal bereits geschlossen - Gimmeldinger Winzer bereits geschlossen - City Treff des öfteren schon geschlossen ..........

So mußte man in der Abteilung schon gut durchorganisiert und erfinderisch sein, um den drohenden Muskelkrämpfen zu entkommen.

Irgendwann kam dann die Genehmigung die Badmintonfelder fest einzuzeichnen. Jürgen Trapp leitete das Training: Aufwärmen, Dehnübungen, Schlagtraining etc.

Karl-Hermann Forsch und Boris Ruth organisierten die ersten Vereinsmeisterschaften. Ca. 15 Spieler besuchten den wöchentlichen Trainingsabend.

Bald darauf beteiligten wir uns zum ersten Mal an den Stadtmeisterschaften in Neustadt, bei denen unsere Freizeitsportler beachtliche Erfolge verzeichnen durften. 1994 meldete die Badmintonabteilung unsere erste Mannschaft beim BVRP (Badmintonverband Rheinhessen Pfalz) in der untersten Klasse (C-Klasse) an. Dienstagsabends wurde uns ein zusätzlicher Trainingsabend in der Halle eingeräumt.

Mathias Knödler vom TuS Haardt gestaltete dieses Training recht abwechslungsreich und unterstützte uns mit Rat und Tat. Der vierte Tabellenplatz bestärkte uns, in der nächsten Runde wieder um die Meisterschaft zu kämpfen. Mittlerweile wuchs unsere Mitgliederzahl auf 25 an. Die Spielfelder waren alle belegt. Es kam zu Wartezeiten. Außerdem liefen Planungen, eine Jugendmannschaft zu gründen. Susanne Schmitt wollte diesen Part übernehmen.

Norbert Germann und Dirk Jahn bildeten sich zum Übungsleiter weiter und stiegen in das Jugendtraining mit ein. Beruflich bedingt übergaben sie dies für ein Jahr an Mario Steinbeck vom TuS Haardt.

Auch Dieter Ackel opferte seine kostbare Freizeit für die Übungsleiterlehrgänge und die Jugendabteilung und sorgte dafür, daß die so wichtige Jugendarbeit unserer Abteilung erhalten blieb.

Mathias Knödler folgte dann Hans-Jürgen Felsner vom PTSV Neustadt. Auch von seiner langjährigen Spielpraxis konnten wir im Training profitieren. Seit 1998 werden wir von Christian Berger betreut. Er gehört der Landesligamannschaft der BSG Neustadt an. Anspruchsvolle Lauf-, Dehn-, Schlag- und Koordinationsübungen fordert er von uns jeden Dienstagabend von 19.00-20.00 Uhr.

Angefangen haben wir mit einer Mannschaft in der C-Klasse, dann kam auch mal der Aufstieg in die B-Klasse, Folge davon war die Nennung einer zweiten Mannschaft beim BVRP, Abstieg wieder in die C-Klasse. Der größte Erfolg gelang 2001: der Aufstieg in die A-Klasse.

Leider verließen uns in den letzten beiden Jahren unsere vier besten Spieler:

Hermann Merz, Rita Hellenbrand, Mark Deubert und Martin Baader.

Verständlicherweise wollten diese ihre sportlichen Talente in höherklassigen Begegnungen messen und wechselten zum TuS Haardt.

Mit dieser Tatsache war es zunächst ungewiss, wie wir in Zukunft unsere personellen Fragen lösen.

Ehrensache, dass wir uns dieser Aufgabe stellen und derzeit zwei Mannschaften halten.

Wir freuen uns deshalb über jede Dame und jeden Herrn, die/der unsere Trainingsabende besucht.

Es sind uns natürlich auch Sportler willkommen, die nur „just for fun“ spielen wollen und der sportliche Erfolg zweitrangig ist.


Das Hauptaugenmerk liegt derzeit auf unserer Jugendarbeit (ca. 20-25). Im Jahr 2003 konnten wir sogar zwei Mannschaften im Schüler-/Jugendbereich melden. Diese Teams haben somit die Möglichkeit auch gegen andere Vereine des BVRP zu spielen. Und dies gelingt ihnen recht erfolgreich. Mit Unterstützung der Jugendtrainer Sabine und Winfrid Ohler und der Eltern traten sie sehr selbstbewusst und ehrgeizig ihre Wettkämpfe an. Einzelne Jugendspieler trainieren bereits bei den Seniorenmannschaften mit, doch die Spielordnung lässt deren Einsatz in den oberen Klassen noch nicht zu. Aktuell wird die Jugendarbeit von Winfrid Ohler geleitet, der dabei von Heike Schreck und Sascha Klarmann unterstützt wird.



Zu einer Mannschaft, die an der Verbandsrunde teilnimmt, gehören mindestens vier Herren und zwei Damen.

Es werden acht Begegnungen mit jeweils zwei Gewinnsätzen bis 21 Punkte (seit Beginn der Spielzeit 2006/2007 wird nach der Rallyepoint-Zählweise gezählt) ausgetragen:

- Zwei Herrendoppel

- Ein Damendoppel

- Drei Herreneinzel

- Ein Dameneinzel

- Ein gemischtes Doppel

Nicht den Ball im Spiel halten, sondern den Gegner mit schnellen, präzisen Spielzügen taktisch ausspielen verspricht oft spannende Begegnungen, wobei eine gute Lauf- und Schlagtechnik , sowie die Kondition mitentscheidet.

Die Verbandsrunde beginnt immer im September und endet im März des folgenden Jahres.

In diesem Zeitraum sind etwa 14 Spieltage zu absolvieren. Hierzu kommen noch die Spieltermine der Jugendabteilung. Wer noch mehr tun möchte, für den sind die Ranglistenturniere interessant.

Also, es gibt viele Aktivitäten als Badmintonsportler und das nicht nur während der grauen Wintermonate.

Den Sommer über beteiligen wir uns an Freundschaftsspielen, am Sektcup, am Elwetritschenturnier, an Minimannschaftsturnieren etc. Alle Turniere finden in der näheren Umgebung statt, so daß man immer wieder alte und neue Bekannte trifft, was zu einer angenehmen Atmosphäre beiträgt, und es sich in den warmen Sporthallen aushalten läßt.




Am 19./20. Juni 2004 haben wir die 25. Stadtmeisterschaften in den Sporthallen im Böbig ausgerichtet. Fast genau 3 Jahre später, am 16./17. Juni 2007 werden wir diese Aufgabe erneut übernehmen. Schon jetzt ergeht hierzu unsere herzliche Einladung an alle Interessierten.

Spielberechtigt sind alle Sportler, die Neustadter Vereinen angehören oder/und in Neustadt wohnen.

Die Einteilung erfolgt in Gruppen gleicher Spielstärken (Gruppe A, B, C und S - Einstufung gem. BVRP).

Die vierte Gruppe steht für die Hobbysportler, d. h. für alle, die den Badmintonsport freizeitmäßig betreiben oder früher betrieben haben und sich gerne mal mit anderen messen wollen. Sei es im Einzel, im Doppel oder im gemischten Doppel.


Eva-Maria und Armin Weppler

Gimmeldingen, Dezember 2007