Die Leichtathletik-Leistungsgruppe
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Schon seit den 80er Jahren gab es beim TV Gimmeldingen immer wieder einzelne
Leichtathleten/innen, die bei Wettkämpfen überregionale Erfolge
erzielen konnten. Namen wie Stefan Pelgen, Oliver Hummel, Ingo Keller,
Anna Marie Weyer, Steffen Schaub, Stefan Gehrum und Carsten Wiedemann
haben den TVG bei Deutschen Meisterschaften erfolgreich vertreten. Doch
nur wenige konnten im Junioren- und Aktivenalter an die Erfolge der Schüler-
und Jugendzeit anknüpfen bzw. diese auch entscheidend weiter ausbauen.
Der ganz große Sprung nach vorne in der Aktivenklasse blieb aus
den unterschiedlichsten Gründen aus. Dies zu ändern ist unser
erklärtes Ziel für die Zukunft. Es gibt genug Beispiele, dass
große Leistungen im Aktivenalter auch in kleinen Vereinen möglich
sind. Ein erster Schritt war bereits Ende der 80er Jahre die Gründung des "Freundeskreises der Leichtathleten des TV Gimmeldingen". Der Freundeskreis unterstützt jedes Jahr die Athleten durch Finanzierung von neuen Geräten, Fahrtgelder zu Deutschen und Süddeutschen Meisterschaften, Zuschüsse zu sportmedizinischen Untersuchungen usw. Hilfe von außen erhielt der Verein durch die Schaffung optimaler Trainingsbedingungen im Sommer (seit September 2002 gibt es eine Kunststoffbahn in Neustadt) und im Winter (Leichtathletikhalle am Olympiastützpunkt in Ludwigshafen / Trainingshalle am Hildenbrandseck). Wenn Athleten in ein leistungsorientiertes Training mit vier oder mehr Trainingseinheiten pro Woche beim TVG einsteigen, erhalten sie seit 2004 grundsätzlich eine physiotherapeutische Untersuchung am OSP-Mannheim, um bestehende Defizite frühzeitig zu erkennen und diesen gegenzusteuern. Bei Verletzungen gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Arzt und dem Physiotherapeuten Jan Notebaart. Im Oktober 2005 ist uns eine besondere Überraschung gelungen. Unser
1. Vorsitzender Robert Böhnke und Abteilungsleiter/Trainer Lothar
Spilke führten ein Gespräch mit Vertretern der Deutschen
Olympischen Gesellschaft (DOG) einerseits und unseren beiden Athletinnen
Jasmin und Melanie Barthel sowie deren Vater andererseits. Nach dem Gespräch
mit Carlo von Opel, dem Vorsitzenden der DOG-Zweigstelle
Pfalz und Dr. Alois Bierl (ehemaliger Olympiasieger und Weltmeister
im Rudern, DOG-Koordinator - Patenschaftsprogramm,) wurde uns nur wenige
Tage später mitgeteilt, dass unsere Zwillinge ins Partnerschaftsprogramm
der DOG für das Jahr 2006 aufgenommen werden. "Unter dem Motto
'Paten schaffen Bewegung - die DOG-Patenschaften' sollen Kinder und Jugendliche
im Hinblick auf Olympia bereits jetzt motiviert, begeistert und unterstützt
werden. In den DOG-Patenschaften werden ideelle und materielle Unterstützung
sowie sportliche Motivation eng mit der Olympischen Erziehung junger Sportler
verknüpft. Für die Patenkinder aktivieren die DOG-Zweigstellen
ihr Mitgliederpotenzial aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Sport und
anderen Bereichen der Gesellschaft und akquirieren neue Partner. So formen
sie ein starkes Team aus Paten, das Kräfte, Kompetenzen und Kontakte
bündelt, um junge Nachwuchssportlerinnen und -sportler ideell und
materiell zu unterstützen, sie sportlich zu motivieren und ihnen
olympische Werte zu vermitteln. Die Zweigstellen der Deutschen Olympischen
Gesellschaft fungieren dabei als Vermittler. Sie koordinieren die Zusammenarbeit
der Beteiligten und organisieren Maßnahmen und Aktionen. Dabei sollen
Unternehmen in erster Linie Förderer sein, die sich mit finanziellen
Mitteln in die DOG-Patenschaften einbringen, während Olympiateilnehmer,
Sportwissenschaftler, Pädagogen usw. den Patenkindern vor allem ideell
mit Rat und Tat zur Seite stehen sollen." (Auszüge aus der
Homepage der DOG) Am 25. Januar 2006 fand in Frankenthal die offizielle Übergabe der Patenschaftsurkunde statt. Als Patin konnte die Bronzemedaillengewinnerin über 100-m-Hürden von Seoul Claudia Reidick (geb. Zaczkiewicz) gewonnen werden. Der TVG begreift auch dies als Chance, das sportliche Umfeld für die beiden Zwillinge und auch alle anderen talentierten Athleten/innen zu verbessern. Wir sind der festen Überzeugung, dass Neustadt ein idealer Standort ist, um Leistungssport auch nach der Schule weiter zu betreiben. Mit Landau, Kaiserslautern, Ludwigshafen und Mannheim liegen vier Universitäten in unmittelbarer Nähe. Das Rhein-Neckar-Dreieck und auch unsere Stadt bieten weitere zahlreiche Ausbildungsmöglichkeiten, so dass die Athleten bei entsprechender Unterstützung hier weitertrainieren könnten. Dies bedeutet für den TVG noch einige Anstrengungen, viel Engagement
und natürlich auch ein glückliches Händchen, bei Training
und Motivation der Athleten/innen. Daran wollen wir gemeinsam arbeiten! Abteilungsleiter Leichtathletik - Lothar Spilke |